Nach der schriftlich eingereichten Kritik der betroffenen Ortsgemeinden an der Informationspolitik der Kreisverwaltung werden diese ab sofort an notwendigen Besprechungsterminen mit eingeladen, um direkte Informationen zu erhalten.
Da sich die geschädigten Flächen sowohl auf Wiebelsheimer als auch auf Lauderter Gemarkung befinden, wechseln sich ein Beigeordneter der Ortsgemeinde Wiebelsheim und der Ortsbürgermeister von Laudert, Herr Winfried Erbes, jeweils bei diesen Terminen ab und tauschen sich im Anschluss über die Erkenntnisse aus.
Was die weitere Aufarbeitung der Schäden angeht, so wurde von der Unteren Wasserbehörde folgende Vorgehensweise vorgestellt:
Die Schadensbeseitigung erfolgt von der Austrittstelle des Diesels hinab bis zur Einleitung des Entwässerungsgrabens in den Simmerbach – also von oben nach unten.
Als erstes wird der offene Graben der Autobahnentwässerung (hinter den Betrieben Sander und Pfalzgut) komplett ausgebaggert, da durch diesen Graben der Diesel in den Simmerbach abfloss.
Nachfolgend ist der Kraftstoff in das verrohrte Entwässerungssystem der Autobahn geflossen. Auf dem Boden dieser Betonrohre liegen Ablagerungen, die Diesel durchtränkt sind. Diese Betonrohre müssen aufwendig freigespült werden, um jegliche Ablagerungen zu beseitigen. Der bei diesen Arbeiten wieder freigesetzte Dieselkraftstoff wird durch zusätzliche und größer ausgebaute Ölsperren vor dem Eintritt in den Simmerbach abgesondert.
Der nächste Arbeitsschritt ist das vollkommene Ausbaggern des Entwässerungsgrabens vom Ende der Autobahn Verrohrung bis zur Einleitestelle in den Simmerbach. Hier wurde schon mit der Errichtung einer provisorischen Baustraße begonnen, um überhaupt über die durchnässten Wiesenflächen mit Baumaschinen an den auszubaggernden Graben zu gelangen. Das belastete Aushubmaterial wird fachgerecht entsorgt.
Zum Abschluss wird die in Teilbereichen belastete Wiesenfläche unmittelbar vor dem Simmerbach nach der Entnahme von Bodenproben und deren Auswertung abgebaggert. Dies kann aber erst durchgeführt werden, wenn die Fläche deutlich abgetrocknet ist. Eine Befahrung zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht möglich.
Bedingt durch diese notwendigen Arbeiten kommt es auf den Wirtschaftswegen rund um die Külzers Mühle verstärkt zu LKW Verkehr. Die Ortsgemeinden Wiebelsheim und Laudert bitten um Beachtung und Verständnis.
Die Arbeiten sind voraussichtlich Ende April abgeschlossen.
Manfred Müller