Brauchtum, Kirche, Mundart - diese Beispiele zeigen, dass Wiebelsheim, wie andere Städte und Gemeinden auch, ein Dorf im Wandel ist. Die Art und Weise, wie wir zusammenleben und was uns als Dorfgemeinschaft wichtig ist, ändert sich. Wenn ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger von uns gehen, dann heißt es manchmal: „Das war ein Wiewelsemer Original“. Oft folgt dann der Satz, dass mit diesem Menschen auch viel Wissen „von Früher“ verloren geht - und damit im Grunde auch ein Stück kulturelles Erbe. Dabei ist es für die Entwicklung unserer Gemeinde wichtig zu wissen, was Gestern war, um die Gegenwart besser zu verstehen und die Zukunft bewusst gestalten zu können.
Welche kulturellen Schätze haben wir in Wiebelsheim und welche sind uns besonders wichtig? Und was können wir tun, um diese zu bewahren? Mit diesen Fragen wird sich ab dem 20. November der neu eingerichtete Arbeitskreis „Kulturelles Erbe“ befassen.
Vom unter Denkmalschutz stehenden Kirchengebäude über die Stollen im Nack bis hin zu den Nachbarschaften oder besonderen Ereignissen - der Arbeitskreis hat zum Ziel, historische und kulturelle Güter, die einen hohen Wert für die Gemeinde haben, zu identifizieren und zu ihrem Erhalt oder ihrer Inwertsetzung beizutragen bzw. sie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seine Aufgabe wird es sein, ergänzend zu privaten bzw. bestehenden Initiativen, konkrete Projekte zu initiieren und zu begleiten.
Da es sich um einen offenen Arbeitskreis handelt, sind alle interessierten Einwohnerinnen und Einwohner eingeladen mitzumachen, egal ob Jung oder Alt, Ur-Wiebelsheimer oder Neubürger. Gerade Neubürger haben manchmal einen guten Blick für die Besonderheiten, die Wiebelsheim ausmachen.
Die erste Sitzung des offenen Arbeitskreises „Kulturelles Erbe“ findet am 20. November um 19:30 Uhr im kleinen Saal des Bürgerhauses statt und wird Workshop-Charakter haben. Ziel ist es, mit den ersten Projekten 2026 in die Umsetzung zu gehen.